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VCÖ (Wien) – Bei der Verkehrssicherheit für Radfahrer liegt Österreich in der EU nur an schlechter 12. Stelle. Das zeigt eine Untersuchung des VCÖ. Je gefahrenen Kilometer ist das tödliche Unfallrisiko beim Radfahren in Österreich achtmal höher als in Holland und sechsmal höher als in Dänemark. Radfahren ist in jenen Ländern am sichersten, wo viel Rad gefahren wird. Die Dänen legen sechsmal mehr Kilometer mit dem Rad zurück als die Österreicher. Der VCÖ fordert eine aktivere Radpolitik in Österreich: Radwege entlang von Freilandstraßen und niedrigeres Tempo im Ortsgebiet.
„Die Bedingungen für das Radfahren sind in Österreich vielerorts schlecht. Die Folge ist, dass nur wenige das Fahrrad als Verkehrsmittel für den Alltag verwenden. Österreich braucht eine aktivere Radpolitik“, fordert Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Aktuelle Daten der EU zeigen, dass in Österreich wenig Rad gefahren wird. Ein Österreicher fährt im Durchschnitt nur 149 Kilometer pro Jahr mit dem Rad. In der vergleichbaren Schweiz sind es 270 Kilometer. Die Radlernation Europas ist Dänemark: 937 Kilometer pro Jahr legt im Durchschnitt eine Person im Alltagsverkehr zurück. Ein Holländer fährt 849 Kilometer pro Jahr mit dem Rad.
Der VCÖ hat nun untersucht, wo Radfahren am sichersten ist. Das Ergebnis der VCÖ-Untersuchung: In den Niederlanden haben Radfahrer das geringste Risiko bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden. Zweitsicherstes Land ist Dänemark vor Irland. Österreich liegt in der EU nur an 12. Stelle. Das Risiko eines tödlichen Verkehrsunfalls als Radfahrer ist in Österreich achtmal so hoch wie in Holland, sechsmal so hoch wie in Dänemark und dreimal so hoch wie in der Schweiz.
„Die Verkehrssicherheit für Radfahrende ist dort höher, wo viel Rad gefahren wird. Im Interesse der Gesundheit der Menschen sollte Österreich eine Offensive für mehr Radverkehr starten. Dazu gehören Radwege entlang von Freilandstraßen sowie niedrigeres Tempo im Ortsgebiet“, betont VCÖ-Experte Rauh.
Auch Gemeinden, Schulen und Betriebe können einen wichtigen Beitrag für mehr Radverkehr leisten. „Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass es Betriebe mit Hilfe von Mobilitätsmanagement geschafft haben, den Anteil der mit dem Rad zur Arbeit fahrenden Angestellten deutlich zu erhöhen“, fordert VCÖ-Experte Rauh die verstärkte Umsetzung von Mobilitätsmanagement in Österreich.
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