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Das Humankapital steht im Mittelpunkt
 

Das Humankapital gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die demographischen Veränderungen in unserer Gesellschaft (uns erwartet eine längere Lebensarbeitszeit, die Gesellschaft als Ganzes wird immer älter), die steigende Komplexität der Arbeitsabläufe in der Industrie und eine klare Tendenz zu vermehrter Wissensarbeit erfordern größere Anstrengungen das Humankapital in Organisationen zu erhalten und zu fördern. Auch eine Verlagerung des Gewichtes vom Shareholder-Value zu einer entsprechenden Bewertung des Humankapital erfolgt im Zuge dieser Entwicklung.

Erhaltung und Förderung von Humankapital ist Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit

Eine Studie der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und der Österr. Akademie für Arbeitsmedizin ergab, dass mit dem Begriff "Humankapital" 58 Prozent der Unternehmen in Österreich nichts anfangen können. Gleichzeitig geben aber 60 Prozent an, intellektuelles beziehungsweise menschliches Kapital wäre ihnen wichtig.

Der zur Entwicklung des Humankapitals notwendige Einsatz wird aber von drei Viertel der Unternehmen eher als Einhaltung lästiger Vorgaben durch das Arbeitnehmerschutzgesetz (AschG) verstanden.

Vor allem gelte es die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhalten, da die Menschen eine immer höhere werdende Lebensarbeitszeit durchhalten müssten. Wichtig seien Fragen der Ergonomie oder der Unternehmenskultur aber auch das Managen von Wissen und Gesundheit im Unternehmen.

regionale Wettbewerbsfähigkeit durch bessere Rahmenbedingungen

Das Resservoir an jungem dynamischen und gesunden Personal das einem Unternehmen zur Verfügung steht neigt sich langsam dem Ende zu. Unternehmen können bald nicht mehr damit spekulieren immer frische gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung zu haben und sich einfach ihrer Verantwortung entziehen, indem sie Arbeitnehmerschutz und Prävention vernachlässigen. Langfristig werden Unternehmen und Regionen nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie Mitarbeiter fördern und Humankapital erhalten, anstatt diese wichtige Ressource gedankenlos zu verbrauchen. Damit es sich für Unternehmen (vor allem KMU) aber auch kurzfristig lohnt bedarf es verbesserter politischer Rahmenbedingungen.

Welche Arten von Humankapital gibt es?

Der Begriff Humankapital umfasst mehrere Arten, die wie folgt aufgegliedert werden können:

• Allgemeinbildung
• Berufliche Bildung
• Berufserfahrung "Unternehmerisches Humankapital"
• Branchenerfahrung
• Führungs-/Managementerfahrung
• Selbständigkeitserfahrung (trial and error, Lernprozesse)
• Selbständigkeit in der Familie (Zugang, Rollenbilder)

All diese Punkte bilden gemeinsam das Humankapital eines Individuums, welches für das Unternehmen von großer Bedeutung sein kann, und deshalb gesichert und gefördert werden sollte.

Was bedeutet Humankapital?

Begriff

Die Theorie besagt, dass der ökonomische und gesellschaftliche Erfolg einer Person zu einem großen Teil durch Eigenschaften, die eine Person besitzt, bestimmt ist. Diese Eigenschaften werden durch einen Bildungsprozess erzeugt. Laut der Humankapitaltheorie sind Bildungsaktivitäten Investitionen, die Kosten verursachen (Bildungskosten) und andererseits Erträge bzw. Nutzen (Bildungserträge und -nutzen) abwerfen.

Unter Bildungsinvestitionen versteht man alle Aktivitäten, welche die Qualität und die Leistungsfähigkeit der Erwerbspersonen erhöhen und das Niveau des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolges steigern.

Zentraler Zusammenhang der Humankapitaltheorie


Thesen


Die Humankapitaltheorie basiert auf der These, dass die Bildungsaktivitäten das Arbeitspotenzial von Erwerbspersonen so verändern, dass deren Arbeitsqualität und -leistung steigt. Diese höhere Produktivität wird im Arbeitsmarkt durch höheren Verdienst entgolten. So wird zumindest partiell die Funktionsweise des Arbeitsmarktes im Falle heterogener Arbeit und die Höhe des individuellen Verdienstes erklärt.

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Metainfo:Autor: Harald Kviecien
Copyright: Harald Kviecien, kviecien oh services
Publiziert von: Harald Kviecien
infoID: 106613.3 (...Archiv) Publiziert am 18 Nov. 2002; 17:46