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Lärm, ein Gesundheitsrisiko
 
Lärm ist heutzutage eine allgegenwärtige Erscheinung, die oft zu gesundheitlichen Problemen führt. Fast jeder vierte Arbeitnehmer in der EU ist bei der Arbeit großem und beständigem Lärm ausgesetzt der ein Gesundheitsrisiko darstellt. Nicht nur am Arbeitsplatz, auch zu Hause sind wir ständig einem hohen Lärmpegel ausgesetzt, vor allem durch den Verkehr.

Lärm, insbesondere chronischer Lärm ist nicht nur subjektiv ein Belastung, es erhöht auch im allgemeinen das Risiko für verschiedene Erkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf-Systems.

Lärm stellt heute ein gravierendes Umwelt- und Gesundheitsproblem dar. In der EU sind mehr als ein Viertel der Bevölkerung einem gesundheitsgefährdenden Geräuschpegel über 65 Dezibel ausgesetzt. Ein Großteil der Bevölkerung fühlt sich durch Lärm (Verkehrs-, Freizeit- und Gewerbelärm) gestört.
Die Auswirkungen auf die Gesundheit beginnen bei direkten Schädigungen (Gehörgang) und einer Erhöhung des Herzinfarktrisikos. Lärmbelastungen führen jedoch bald zur Beeinträchtigung der Lebensqualität. Lärm ist somit eine Gefahr für die Gesundheit.
Lärm beeinflusst über komplexe Aktivierungsmechanismen das autonome Nervensystem und das Hormonsystem. Dies führt zu Funktionsänderungen des Organismus und zum Anstieg von Blutfetten und Stresshormonen.

„Schluss mit Lärm!“
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Die Europäische Agentur sagt: „Schluss mit Lärm!“ und startet am 20. April die in Europa bisher größte Informationskampagne – den Internationalen Tag gegen Lärm.

lesen Sie mehr zur Kampagne Schluss mit Lärm!.

Teil der Kampagne ist auch ein europaweiter Wettbewerb guter Lösungen. siehe Europäischer Wettbewerb guter praktischer Lösungen 2005 – Prävention lärmbedingter Gefährdungen am Arbeitsplatz.

Lärm ist häufig unterschätzte arbeitsbedingte Gefährdung

Lärm ist eine ernst zu nehmende, jedoch häufig unterschätzte arbeitsbedingte Gefährdung, die neben einem Hörverlust auch noch weitere Schädigungen verursachen kann. Eine dauerhafte Exposition gegenüber starkem Lärm kann zu Hörschäden führen. Darüber hinaus kann Lärm auch eine Rolle spielen bei:

* Hörschäden durch Exposition gegenüber Gefahrstoffen
* arbeitsbedingten Stress
* erhöhtes Risiko von Arbeitsunfällen
* Gefährdung der ungeborenen Kinder von Arbeitnehmerinnen.

Durch Lärm verursachte Hörschäden wurden von der Weltgesundheitsorganisation als die am weitesten verbreitete, irreversible Berufskrankheit anerkannt. Hörschäden können nicht nur bewirken, dass eine Person ihren Beruf nur noch eingeschränkt ausüben kann, sondern sie können auch bis in das Privatleben hineinwirkenund zu Beeinträchtigungen im sozialen Umfeld führen.

Das Ausmass von Lärm am Arbeitsplatz ist europaweit besorgniserregend, da er Millionen von Arbeitnehmern direkt betrifft, und zwar nicht nur in der Schwerindustrie, sondern auch in Wachstumssektoren, z. B. im Bildungswesen sowie im Dienstleistungs- und Unterhaltungssektor. Ein Drittel aller Arbeitnehmer in Europa sind mehr als ein Viertel ihrer Arbeitszeit hohen Lärmpegeln ausgesetzt und nahezu 40 Millionen (ungefähr die gesamte Bevölkerung Spaniens) müssen mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit ihre Stimme über die normale Gesprächslautstärke anheben, um verstanden zu werden!

Zum Schutz der Arbeitnehmer ist in der EU-Richtlinie von 2003, die im Februar 2006 in allen Mitgliedstaaten in Kraft treten wird, ein Grenzwert für die tägliche Lärmexposition von 87 dB(A) festgelegt. Die Richtlinie verlangt ferner, dass „die Gefährdung aufgrund der Einwirkung von Lärm am Entstehungsort ausgeschlossen oder so weit wie möglich verringert werden“ muss. ()

weitere Informationen zu Lärm:

Lärm: EU erlässt neue Richtlinie zum Schutz vor Lärm
Schluss mit Lärm!
Europäischer Wettbewerb guter praktischer Lösungen 2005 – Prävention lärmbedingter Gefährdungen am Arbeitsplatz
Verkehrslärm macht krank!
Lärmkulisse Büro - Gefahr fürs Gehör

Informationen zu Lärm bei der Arbeit - Factsheet 56 Europäische Agentur
Die Auswirkungen von Lärm bei der Arbeit - Factsheet 57 Europäische Agentur
Lärmverringerung und Lärmbekämpfung - Factsheet 58 Europäische Agentur




Metainfo:Autor: Johanna Fuchs
Copyright: One Health Forum
Publiziert von: Johanna Fuchs
infoID: 193900.3 (...Archiv) Publiziert am 8 May. 2005; 22:07
 
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